Fluch und Segen Demenz

Heute hat sich mal ein Thema eingefunden, dass dich vermutlich nicht direkt, aber vielleicht doch indirekt betrifft. Vielleicht ist sogar jemand, der dir nahe steht dement. Ich will heute mal den Versuch starten dieses Symptom aus einer etwas ganzheitlicheren, spirituellen Sicht zu erläutern. Der Versuch deshalb, weil ich nur eine Person näher kenne, der Demenz diagnostiziert worden ist: meine Mutter.

Von ihr inspiriert ist die provokante Überschrift mit „Segen“. Denn meine Mutter war ihr Leben lang unzufrieden, ist nie wirklich angekommen in einem Land, das nicht ihre Heimat war und ihr immer irgendwie fremd geblieben ist. Immer viel Drama und Leid. Nunja, so wie ein Leben nun mal spielen kann.

Schutzfunktion

Ich habe sie einmal direkt mit Energie unterstützen wollen, habe aber schnell erkannt, dass das so keinen Sinn macht. Meine Mutter ist auch sehr intuitiv, hat eine unglaublich starke Energie und auch den 6. Sinn, wenn man so sagen will. (Kein Wunder, unsere Vorfahren waren schließlich echte „Zigeuner“ 🙂 )
Jedenfalls weiß ihre Seele ganz genau, dass dieser Vergesslichkeits-Mechanismus“, der bei ihr ausgelöst wurde, absolut seinen Sinn hat. Wenn eine Seele überfordert ist mit der Aufarbeitung von Erfahrungen, vor allem, wenn diese sich über ein ganzes Leben gezogen haben, ist das Vergessen schlichtweg ein Schutzmechanismus.

Gnade

Diesen Schutzmechanismus könnte man sogar als göttliche Gnade bezeichnen. Es mag hart klingen, aber das Bild, das ich dazu bekomme, ist jenes, dass gewisse Bereiche einfach geschlossen werden um der Seele zumindest noch eine Zeit lang Frieden zu gewähren.

Wir sind ja alle hier auf der Welt um Erfahrungen zu sammeln und Lösungen für gewisse Probleme zu finden, die uns weiter entwickeln lassen. Ist es jedoch absehbar, dass der Wille hierfür nicht mehr vorhanden ist, werden die Aufgaben wie in einen Koffer gepackt und bereits zum Flughafen gebracht. Für den nächsten Versuch. Und boah, während ich das hier schreibe, weiß ich schon, dass das bestimmt viele so nicht hören wollen. Sei dir dann bitte bewusst, dass es einfach nur meine Erfahrung und meine Bilder dazu sind. Und es gibt ganz sicher noch viele andere Wahrheiten und Bilder dazu.

Jeder Mensch ist ein bisschen gleich und ein bisschen anders

Ja, und gerade auch deshalb wird dieses, was ich einfach GROSSES VERGESSEN nennen möchte – weil „Demenz“ ist ja auch nur ein großer Überbegriff, der im medizinischen System genutzt wird – verschiedene Aufgaben für die Menschenseele erfüllen.

Am Beispiel meiner Mutter kann ich sagen, dass ich sie selten so zufrieden gesehen habe wir in den letzten Jahren des Vergessens. Und dies habe ich bereits öfters von Angehörigen so gehört.

Natürlich war es anfangs nicht leicht für sie, als sie plötzlich merkte, dass sie den Heimweg oder die Jahreszahl nicht mehr kannte. Und ganz klar ist es für meinen Vater nicht einfach, den sie am liebsten 24 Stunden täglich an ihrer Seite haben möchte. Aber die oft divenhaften Allüren von früher, sind einer gewissen Demut und Zufriedenheit gewichen. Und das ist schön. 🙂 Sie glaubt mir auch oft nicht, dass sie dieses Jahr schon 79 wird, „was, du spinnst doch!“, sagt sie und lacht. Und dann lachen wir alle gemeinsam.

„Wer bist du?“

Und dann gibt es natürlich die Situationen, die ein zu präsentes Ego belasten können. Denn der demente Mensch hat den Koffer mit den Erinnerungen an DEINE Sachen, Geschichten, Schulzeit, Anekdoten vielleicht schon abgegeben. Bis zu dem Punkt, an dem er sich gar nicht mehr an dich erinnern kann, dein Gesicht nicht mehr erkennt.

Es ist halt immer schlimm, wenn die demente Person selbst darunter leidet, wenn sie in der Zwischenwelt ist, sie erkennt, dass sie eigentlich mal anders war und sich erinnern MÖCHTE. Aber wie so viele Kämpfe, die man so in einem Leben führt, wird aber auch dieser vorbei gehen.

Umweltgifte

Ich bin Fan davon, sich alle Ebenen des Menschen anzusehen, da gehört der grobstoffliche Körper auch dazu. So wie auch alle Krankheiten rund ums Gehirn, unserer zentralen Nervenfabrik, durch Schwermetalle und Elektrosmog verschlimmert werden KÖNNEN – nicht müssen. Deshalb wäre es gut, wenn diese so gut wie möglich vermieden werden. Wobei ich meiner Mutter mit 78 sicher nicht ihren geliebten Fisch in allen Variationen madig machen werde.

Was du für eine demente Person auf spiritueller Ebene immer machen kannst

Bei Personen, die dir nicht wirklich die Zustimmung geben möchten oder können, ihnen energetisch zu helfen und wo auch das Bewusstsein nur begrenzt aufnahmefähig ist, ist die sicherste Methode jene des Gebets. Und das ist wirklich gut und auch wichtig, denn die Grundschwingung von Menschen, deren System auf diese Weise nachlässt ist oft nicht mehr die Beste. Sie können Schutz aus den höchsten Ebenen gut gebrauchen.

Zum Schluss

Ja, das war ein kleiner Abriss über meinen persönlichen Umgang und Erfahrungen mit Demenz und gleichzeitig eine kleine Hommage an meine Mutter, wie ich finde. 🙂 Und auch, wenn sie das vielleicht nicht mal lesen wird, so möchte ich mich hier an dieser Stelle bedanken, dass sie mir nach ihrem besten Willen und Möglichkeiten immer das Gefühl gegeben hat geliebt zu sein. Denn ganz viel mehr, glaube ich, braucht es oft gar. <3

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